100 Bücher, die man gelesen haben sollte…

Einige Bücher liest man gerne, andere muß man gezwungenermaßen lesen. Eines jedoch ist sicher: da die Zeit unseres Lebens nicht dazu ausreicht, alle Bücher der Welt zu lesen, wird man sich wohl oder übel selbst begrenzen müssen. Und selbst bei nur 100 literarischen Werken hat man sich schon einiges vorgenommen. Natürlich ist meine Auswahl subjektiv, aber ausdrücklich als Empfehlung zu verstehen, die auch eine gewisse Orientierung bieten möchte. Alles habe ich natürlich auch noch nicht gelesen, so dass ich diese Liste ebenso als persönliche Herausforderung betrachte. Aus literaturwissenschaftlicher Sicht habe ich mich bemüht, eine internationale, gattungsübergreifende Perspektive zu berücksichtigen. Vorschläge, Anregungen und Hinweise sind jederzeit willkommen!

  1. Augustinus: Bekenntnisse
  2. Antoine Saint-Exupéry: Der kleine Prinz
  3. Umberto Eco: Der Name der Rose
  4. George Orwell: 1984
  5. Jean Tardieu: Die Liebenden in der Untergrundbahn
  6. Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe
  7. Jack Kerouac: Unterwegs
  8. Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften
  9. Henry Miller: Sexus, Plexus, Nexus (Trilogie)
  10. Johann Wolfgang Goethe: Faust I und II
  11. Jean-Paul Sartre: Das Sein und das Nichts
  12. Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker
  13. Hermann Hesse: Der Steppenwolf
  14. Haruki Murakami: Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt
  15. Anna Seghers: Das siebte Kreuz
  16. Éric-Emmanuel Schmitt: Enigma
  17. Jerome David Salinger: Der Fänger im Roggen
  18. Samuel Beckett: Warten auf Godot
  19. Frank Kafka: Der Prozeß
  20. Edgar Hilsenrath: Nacht
  21. Albert Camus: Der Fremde
  22. Fynn: Hallo, Mr. Gott, hier spricht Anna
  23. Leo Tolstoi: Krieg und Frieden
  24. Gabriel Garcia Marquez: Hundert Jahre Einsamkeit
  25. Italo Calvino: Wenn ein Reisender in einer Winternacht
  26. Roberto Bolano: 2666
  27. Bertolt Brecht: Leben des Galilei
  28. Wolfgang Borchert: Draußen vor der Tür
  29. Elias Canetti: Die Blendung
  30. Victor Hugo: Les Misérables
  31. Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit
  32. Vladimir Nabokov: Lolita
  33. James Joyce: Ulysses
  34. Georg Büchner: Dantons Tod
  35. Theodor Fontane: Irrungen, Wirrungen
  36. Theodor Fontane: Vor dem Sturm
  37. Theodor Fontane: Der Stechlin
  38. Alexandre Dumas: Der Graf von Monte Christo
  39. Eugène Ionesco: Die kahle Sängerin
  40. Friedrich Hölderlin: Hyperion
  41. Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise
  42. Heinrich Mann: Der Untertan
  43. Thomas Mann: Buddenbrooks
  44. Friedrich Schiller: Don Carlos
  45. Friedrich Schiller: Ästhetische Schriften
  46. Mark Aurel: Selbstbetrachtungen
  47. Voltaire: Candide
  48. Stendhal: Rot und Schwarz
  49. Heinrich Heine: Deutschland. Ein Wintermärchen
  50. Rainer Maria Rilke: Gedichte
  51. Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
  52. Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz
  53. Giovanni Boccaccio: Das Decamerone
  54. Daniel Defoe: Robinson Crusoe
  55. Bibel
  56. Koran
  57. Homer: Odyssee
  58. Halldor Laxness: Sein eigener Herr
  59. Paul Celan: Gedichte
  60. Nelly Sachs: Briefe
  61. Mascha Kaleko: Gedichte
  62. Jostein Gaarder: Sophies Welt
  63. Harry Mulisch: Die Entdeckung des Himmels
  64. Franz Werfel: Jeremias
  65. Günter Grass: Der Butt
  66. Günter Grass: Ein weites Feld
  67. Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon
  68. Pascal Mercier: Der Klavierstimmer
  69. Carlos Ruiz Zafon: Der Schatten des Windes
  70. Heinrich von Kleist: Der zerbrochene Krug
  71. Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas
  72. Heinrich Böll: Die Waage der Baleks
  73. Shakespeare: Romeo und Julia, Hamlet
  74. Das Nibelungenlied
  75. Philip Roth: Der menschliche Makel
  76. Anne Frank: Tagebuch der Anne Frank
  77. Federico Garcia Lorca: Zigeunerromanzen
  78. Jacques Lacan: Schriften
  79. Boris Vian: Der Schaum der Tage
  80. Søren Kierkegaard: Entweder – Oder
  81. Ernest Hemingway: Der alte Mann und das Meer
  82. Émile Zola: Germinal
  83. Anton Tschechow: Erzählungen
  84. Johannes von Tepl: Der Ackermann
  85. Heinrich Wittenwiler: Der Ring
  86. David Foster Wallace: Infinite Jest
  87. Kurt Tucholsky: Gedichte und Erzählungen
  88. Nikolaus von Kues: De docta ignorantia
  89. Ibn Sina (Avicenna): Werke
  90. Averroes: Werke
  91. Aristoteles: Werke
  92. Platon: Werke
  93. Jules Verne: Reise zum Mittelpunkt der Erde
  94. Jules Verne: Reise um die Erde in 80 Tagen
  95. Winfried Georg Sebald: Nach der Natur
  96. Michael Ende: Die unendliche Geschichte
  97. Wilhelm Raabe: Die Chronik der Sperlingsgasse
  98. Gottfried Keller: Die Leute von Seldwyla
  99. E. T. A. Hoffmann: Div. Erzählungen
  100. John Ronald Reuel Tolkien: Der Hobbit

100 ist letztlich gar nicht viel… man könnte noch die mehrfach genannten Autoren ersetzen… vielleicht führt die Lektüre eines Autors eh dazu, dass man sich noch weiter mit dessen Œuvre befassen möchte…es fehlen eigentlich auch noch zu viele naturwissenschaftliche und im weitesten Sinne philosophische Werke… vollständig vermag eine solche Liste nie zu sein… vielleicht wächst sie in Zukunft still vor sich hin… sie soll auch keine Beschränkung sein in dem Sinne, dass nach 100 Schluss ist… also eher 100 plus x … ;) keine Einschränkung, sondern Einstieg in die Lesewelt!

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3 Antworten zu 100 Bücher, die man gelesen haben sollte…

  1. Pingback: Der Wirrwar der Bücherwelt – 100 wichtige Bücher | Der Schreib Pub

  2. MWJ schreibt:

    Hier einige Kommentare, die mich erreichten:
    Sieht gut aus. Ganz persönlich empfehle ich dir „A book of silence“ Sara Maitland, „Wild“ Cheryl Strayed, nicht listenträchtig, aber wohl was für dich :) LG, manuela

    Hi Mario, danke für den Link über die 100 Bücher, die man so lesen könnte. Ich für meinen Teil lese kaum noch. Die Klassiker habe ich übrigens auch nicht gelesen. Gerne möchte ich dir aber ein Buch vorschlagen, daß es vielleicht in deine Liste schaffen könnte: Die Flut von Stephen Baxter. Etwas dystopisch, aber spannend. (Barbara)

    Von Martin:
    Nee, oh nee, ganz furchtbar – entschuldige meine Offenheit!

    Wenn Du die Bücher alle bis zum Schluß gelesen hast, Hut ab, aber was ich von denen kenne, habe ich meist nach hundert Seiten weggelegt, weil ich so richtig gar nix damit anfangen konnte – oder mich geärgert, daß ich bis hinten durchgehalten habe, in der Hoffnung, es passiert noch was.

    ‚Krieg und Frieden‘ hatte ich noch nicht, bewahre ich mir für’s Altenheim auf, eventuell auch Tschechov und den Mega-Proust.

    Mit paarundfünfzig Jahren ziehe ich ein vorläufiges Fazit: die amtlich beglaubigten Nobelpreisträger sind voll nicht mein Ding, weg damit. Ich halte sie für ebenso überschätzt wie die deutschen Nachkriegstitanen Böll und Grass und kann Dir noch nicht einmal sagen, was mich an denen stört oder langweilt.

    Musil, Döblin und Joyce sind womöglich echte Schwergewichte, aber wenn ich gegen die antrete, liege ich schon in der ersten Runde mit Brummschädel flach – mit denen kann ich nix werden, ab dafür. Camus ‚Die Pest‘ bin ich in zwanzig Jahren dreimal angegangen und jedesmal schon bei zweistelligen Seitenzahlen in der Luft verhungert, damit ist der Autor vorerst (für die nächsten fünfzig Jahre?) bei mir durch.

    Büchner, Borchert, Beckett, Brecht, Kafka, Orwell, Salinger und Schiller: werden in der Schule gelesen, und ich ahne auch, wieso, die sind mir nämlich echt zu humorlos. Brecht hat ganz wundervolle Gedichte geschrieben, aber seine Prosa, wärks.

    Fontane, Kleist und beide Manns hat die Zeit aus dem Gefängnis der Schullektüre befreit, aber ob die deshalb genießbar sind, keine Ahnung. Den Felix Krull finde ich wirklich klasse, Effi-das-Biest habe ich neulich mal gelesen und fand es nett, mehr kenne ich von T. Mann und Fontane noch nicht und habe auch, wie bei H. Mann, keinen Bock, die sogenannten Hauptwerke anzubrechen. Kleist, vielleicht mal mit auf den Haufen der Bücher für ganz später.

    Bibel und Koran halte ich für dermaßen überschätzt, daß ich am liebsten gelegentlich ein Exemplar davon verbrennen würde, nur so als Symbol, und bevor ich Platon, Aristoteles und Augustinus anzugehen bereit bin, vermute ich sie in derselben Ecke.

    Marc Aurel hat einen erstaunlich guten Ruf, vielleicht bei Gelegenheit mal, Cusanus, Avicenna, Averroes dann, wenn ich den Aurelius gut gefunden habe. Das Decamerone fand ich lesbar, ebenso übrigens den Benvenuto Cellini (übersetzt von Goethe) – Alter, was für Angeber, aber irgendwie sympathisch …..

    An Robinson Krause, der Odyssee, Verne, Ende, Tolkien und dem Hemingway (mit einem ‚m‘) kann man als junger Kerl eine Menge Spaß haben, aber ist das dann gleich Weltliteratur?

    Das Nibelungenlied ist womöglich Weltliteratur, aber muß man es deshalb gleich lesen?

    Heine und Tucholsky sind klasse, wobei ich Tucholsky bei weitem vorziehe, vielleicht weil er zeitgenössischer daherkommt, oder weil er sich kürzer faßt, oder weil mir sein Humor eher liegt. Heine muß als Person umwerfend gewesen sein, mit dem hätte ich mich bestimmt nie gelangweilt (er sich mit mir ganz bestimmt) das kommt in seinem ‚Wintermärchen‘ aber leider nicht so unmittelbar rüber. Im Gegensatz dazu ist das Genie bei Felix Mendelssohn in seiner Musik offensichtlich, für mich jedenfalls. Wer die ‚zu leicht‘ findet, kann auch gerne weiter die Literaturnobelpreisträger lesen …..

    Vor Anne Frank darf man wirklich Respekt haben, und da seit einiger Zeit eine Ausgabe von Max Frisch’s Tagebüchern bei mir auffem Nachttisch liegt und mich gelegentlich richtig glücklich macht, denke ich, mehr solcher kleinen Nachdenklichkeiten würden es vielleicht bringen. Von Elias Canetti habe ich vor dreißig Jahren seine Jugenderinnerungen gelesen und sehr gemocht; was man aber sonst so über ihn gesagt findet, ermutigt mich nicht, mehr von ihm lesen zu wollen.

    Goethe und Shakespeare sind sozusagen die ewige Kneipe, das kann man sich immer wieder reintun und es nutzt sich nie ab. Die Sachen sind so erstaunlich vielschichtig, daß man sich in jedem Lebensalter mit seinen eigenen Erfahrungen unterm Arm in etwas wiederfindet, was einem vorher noch gar nicht aufgefallen war. Na gut, das gilt für den o.g. Sieschfritt und vieles andere wahrscheinlich auch, ohne daß ich’s gleich gut fände – was wollte ich sagen?

    Hermann Hesse, die olle Schwuchtel, den habe ich mit Haut und Haaren gefressen; so ein blöder Selbstmitleider, also äährlich – Hemingway unter seiner rauhen Schale leider dito, an seiner Stelle hätte ich auch gesoffen. Henry Miller ist eine andere Baustelle, geht mir aber genauso auf den Sack.
    C.R. Zafon finde ich ganz üblen Kitsch, so furchtbar, daß ich eigentlich vorhatte, mit niemandem mehr zu reden, der das gut findet – und da sieht man’s wieder, der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen. Gaarder, Mulisch, Mercier, von mir aus in dieselbe Ecke.

    Celan ist tödlich, zwar irre gut, aber ebenso niederschmetternd wie Musik von den ‚Neubauten‘ (die Platten habe ich vor einem Vierteljahrhundert verschenkt, gute Musik, mußte aber jedesmal Magentabletten nehmen, wenn ich was davon gehört hatte).

    Kierkegaard ist ein 1a Philosoph, um so Leute mache ich einen Bogen; die drücken wahnsinnig kompliziert aus, was ich in dem Satz ‚glaube nicht alles, was Du denkst‘ für meine Belange hinreichend effizient zusammengefaßt finde. Is klaa, ob man nun Sudokus löst, Hornlautsprecher konstruiert oder Kierkegaard und Konsorten liest, irgendwas mauß man ja mit seiner Freizeit anfangen, aber die Philosophen sind mir fett eine Liga zu hoch.

    Voltaire, Stendhal, Zola und Laxness stehen irgendwie hinter meinem kulturellen Horizont, die sind soweit weg, daß ich von denen nur die Mastspitzen sehe, wenn das Wetter klar genug ist. Da wartet offensichtlich noch eine ganze Welt auf mich, wenn ich mich denn mal in Bewegung setze. Ebenso z.B. fehlt mir noch die komplette englische Romantik und der Viktorianismus, oder so ähnlich, Byron, Shelley, Keats, Browning, Tennyson, Longfellow, die Brontes, Wordsworth ….. da noch Milton vorneweg und Dickens und Kipling hintendran, und schon wieder hat man ein paar lange Winter was zu tun dran. Im Anschluß noch deren amerikanische Pendants und danach mal gucken, was andere Sprachen noch zu bieten haben, jenseits der Preisträger und diesseits der Trivialliteratur, und schon kommt man mit einem Leben gar nicht mehr aus. Wenn hier in Deutschland angeblich zehntausend Neuerscheinungen jedes Jahr auf den Markt gehauen werden, wie soll man da dranbleiben? Sogar wenn 90% davon auf den ersten Blick nix für mich sind und 99% auf den zweiten, bleiben ja immer noch hundert pro Jahr übrig, die ich wenigstens mal aufklappen müßte; ich lese zwar mutig, neugierig und ausdauernd, aber solcher Übermacht fühle ich mich keinesfalls gewachsen …..

    Bis dato bevorzuge ich also die besseren Kriminalromane der sechziger und siebziger, die kriegt man in gelb-schwarzen Einbänden billig auf’m Flohmarkt, psychologische Miniaturen, in denen die Protagonisten mit ihren Zeifeln und Ängsten sympathisch dargestellt werden und, im Gegensatz zu manch romantischem Idealbild (hoffentlich sind die genannten Briten nicht der totale Reinfall) irgendwann in die Gänge kommen und zum Schluß meist feststellen, sie können mit den Resultaten leben und haben auf dem Weg dahin was gelernt …… ok, ist auch spießig, von mir aus. Dann noch die Achtziger, Haffmann bei Heyne (rot und schwarz), und was mir sonst noch über den Weg läuft (Deine Liste der Hundert, bzw. was ich davon nicht kenne?), da ist man vorerst gut beschäftigt. Bill Bryson hat meinen Wahlspruch ‚Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst‘ ganz gut umgesetzt, so’ne Literatur lobe ich mir; ebenso Franquin, mit den Gaston-Comics, und seinen Vorgänger Wilhelm Busch; ja, von mir aus, Banause. Das Tao-Te-King hat ein paar hübsche Stellen, auch Dschuang Tse – darf man aber alles nicht zu hoch hängen, ist schließlich nicht die Bibel ……

  3. Thommes schreibt:

    Hi, habe einige von den Büchern gelesen, manche auch nur mal angefangen….heisst ja nicht, dass es deswegen keine wertvolle Literatur ist, sagt nur aus, dass ich mich damit schwer getan habe. (Lehrer finden viele Bücher für unbedingt lesenswert, die den meisten Schülern echt nichts sagen :-) Aber viele davon waren echt lesenswert!
    Schade dass heutzutage in den Schulen fast nur Prosa als Pflichtlektüre gilt.
    Hätte hier noch eine Empfehlung: „Dreizehnlinden“ von Friedrich Wilhelm Weber !

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