Besuch des Stücks „Kabale und Liebe“ vom Schauspiel Köln im Depot I

Am 25.11.2014 besuchten ca. 100 SchülerInnen vom GaW das Stück „Kabale und Liebe“ von Friedrich Schiller nach der Regie von Simon Solberg des Schauspielhauses Köln im Depot I. Das mit Marek Harloff hochkarätig besetzte Ensemble zeigte in fast zwei Stunden eine sozial-politische und szenisch stark aktualisierte Version, die im Anschluss für viel Gesprächsstoff sorgte.

Einige Kommentare/Rezensionen werden folgen…

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10 Antworten zu Besuch des Stücks „Kabale und Liebe“ vom Schauspiel Köln im Depot I

  1. Yvonne Steffens schreibt:

    Es war absolut sehenswert, ein altes Stück von Schiller auf eine etwas absurde und bizarre Weise moderniesiert. Vor allem waren die Einbindungen akutueller politischer Themen in das Theaterstück absolut gelungen und die Gestaltung durch neue Musik und die Videosequenzen hat positiv überrascht.
    Alles in allem war dieses Theaterstück eine absolut gelungen Umsetzung neuer Ideen.

  2. MWJ schreibt:

    Lea M.:
    Wow! Ich war echt beeindruckt von den Ideen und der umgesetzen Form des Stückes.
    Es hat sich echt gelohnt eine mal etwas andere Interpretation zu sehen. Auch wenn dieses an der ein oder anderen Stelle zu etwas Verwirrung führte, gab sie viel Stoff zum Nachdenken. Interessant war die Umschreibung in eine ‚moderne‘ Version, deren völlige Übertreibung sich durch das ganze Stück zog.
    Ich denke diese Version hat die Jugendlichen der anwesenden Schulen/Klassen auf jeden Fall erreicht, denn die Gespräche über ‚Kabale und Liebe‘ zogen sich noch lange hin.
    Besonders Ferdinands Charakter kam durch die gute Besetzung hervor; seine Gefühlsausbrüche wurden ziemlich schnell sehr deutlich, ob durch das Einschmieren mit Schlamm oder das Bespritzen Luisens mit Feuerlöschschaum.
    Was mir außerdem gut gefallen hat, war die Einbindung aktueller Nachrichtenthemen aus der Politik.
    Alles in allem würde ich sagen, dass der Besuch ein interessanter Ausflug war, um einmal andere Einblicke in das Theater zu bekommen. Von mir ein großes Lob, besonders was die Schauspielkünste betrifft.
    LG

  3. Ronja Heinen schreibt:

    Die Übertragung eines alten klassischen Werkes auf die Gegenwart finde ich grundsätzlich gut, um zu verdeutlichen, dass die Problematik auch heute noch aktuell ist. Außerdem wird dadurch die Aufmerksamkeit auf scheinbar veraltete Literatur bei Jugendlichen geweckt.
    In dieser Inszenierung von Kabale und Liebe wurden beispielsweise Assoziationen zu jugendlichen Interessen (z.B. „Lady Milfords Next Topjungfer“ – „Germany’s Next Topmodel“, Miley Cyrus Wrecking Ball, Amazon) erzeugt.
    Ich persönlich habe mich dadurch keineswegs gelangweilt, fand diese Darstellung allerdings teilweise für noch ausstehende Klausuren zum Thema Kabale und Liebe ein wenig verwirrend. Beispielweise fehlte die Vaterrolle, Lady Milford und Luise schienen eine kurzzeitig intime Beziehung zu haben und der Schauplatz war ein anderer als im Original.
    Einerseits regen solche Variationen zum Nachdenken an und machen jeden Zuschauer aufmerksam, andererseits wirkten sie auf mich jedoch teilweise befremdend. Vor allem waren meines Erachtens einige Szenen aufgrund ihres eigentlich ernsten Sachzusammenhangs (z.B. Snowden) unverhältnismäßig.
    Abschließend kann ich sagen, dass die Neugestaltung von alten Stücken durchaus interessant und die Übertragbarkeit auf die Gegenwart wertvoll sein kann, solange sie nicht zu sehr vom originalen Thema abweicht. Das Angebot, dieses Theaterstück gemeinsam zu besuchen, war für uns Schülerinnen und Schüler eine Chance, diese Art von Kultur einmal kennenzulernen, da viele von uns dort alleine wahrscheinlich nie hingegangen wären.

  4. Ineke schreibt:

    Das Theaterstück war echt beeindruckend!
    Nachdem man die Lektüre gelesen hat , hat man sich gefragt, wie man dieses Stück in ein Theaterstück umsetzten kann, da die Gefühle eine sehr wichtige Rolle spielen. Marek Harloff hat es meiner Meinung nach sehr gut hinbekommen die Gefühle Ferdinands zum Ausdruck zu bringen.
    Auch fand ich es eine gute Idee das Stück zu „modernisieren“. Dadurch konnten glaube ich viele Jugendliche aus dem Publikum die Handlungen besser verstehen.
    Weiterhin fand ich es gut, dass auch Kritik an der heutigen Zeit bzw. vor allem an den Medien mit hinein gebracht wurde. So waren auch die passenden Einbindungen von Politik zum Beispiel gut.
    Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Stück ein sehr gelungenes war und der Besuch sich auf alle Fälle gelohnt hat. Es war lange ein Gesprächsthema und ich habe viel darüber nachgedacht, wie ich einige Szenen verstehen soll. Die Schauspieler haben ihre Arbeit auch sehr gut gemacht.

  5. Christian Lachner schreibt:

    Ich persönlich habe mir das Theaterstück ganz anders vorgestellt.
    Positiv fand ich, dass Bezug auf aktuelle Themen aus der Politik genommen wurden und diese auch kritisiert wurden. Außerdem wurde durch die Modernisierung, das Stück für Jugendliche deutlich attraktiver, da viele neue lustige Szenen eingefügt wurden. Des weiteren hat mir die Rolle Ferdinands gut gefallen, da man sehr gut erkennen konnte, dass er ein Stürmer und Dränger war, allerdings wurde in manchen Szenen auch übertrieben, sodass es ein wenig ins lächerliche gezogen wurde.
    Manche Szenen wurden jedoch komplett umgeschrieben, was aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar ist, z.B. deckt Lady Milford am ende des Theaters auf, dass sie die Mutter von Luise sei, obwohl in Schillers Werk nie de rede davon ist. Außerdem trat Herr Miller (Luises Vater) im Theaterstück garnicht auf,auch wenn er eine wichtige Rolle im Stück spielt.
    Insgesamt fand ich das ,,modernisierte“ Theaterstück leider nicht so gelungen, da manche Szenen wirklich nichts in diesem Stück zu suchen hatten und nur zur allgemeinen Belustigung beigetragen haben, anstatt sich auf den Inhalt des Buches zu beziehen (z.B. die Darstellung von Wrecking ball) und von daher habe ich keine neuen Erkenntnisse über das Stück Kabale und Liebe kennen lernen können, aber ich kann sagen, dass ich sehr gut unterhalten wurde auf Grund einiger lustigen bzw. seltsamer Szenen.

  6. Laura schreibt:

    Ich war von dem Theaterstück wirklich beeindruckt. Ich muss auch gestehen, dass ich mir keine Umsetzung des Dramas in die Gegenwart vorstellen konnte.
    Ich fand, dass die Schauspieler über ein großes Talent verfügten uns die Gefühle der Figuren zu verdeutlichen. Des weiteren fand ich die Interpretation dieses Dramas in unsere Zeit sehr gelungen, denn dadurch konnte ich mich richtig gut hineinversetzen und das Drama noch besser verinnerlichen. Doch bei manchen Szenen musste ich mir doch noch Gedanken darüber machen, welch einen Sinn diese besitzen.
    Ich fand das Theaterstück als sehenswert und es hat uns Jungendlichen zum lachen und zum denken angeregt.
    Ich würde mich freuen, wenn wir solch einen Besuch nochmal machen würden (Aber diesmal nicht so spät).

  7. Fabian Biergans schreibt:

    Ich muss sagen ich war sehr überrascht von der Aufführung! Anfags war ich eher skeptisch, da ich schon den ganzen Tag unterwegs war und wir auch erst spät nach Hause kommen . Doch als ich dann in der Einführung gehört hatte, dass es eine modernisierte Version des Stückes sei, war ich gespannt was das Stück so mit sich bringt. Und schon nach 5 Minuten des Stückes hat man gemerkt, dass es wirklich anders als das Buch wird. Der Inhalt des Buches ist nur noch grob vorhanden, vieles wurde versucht modern dazustellen und auf aktuelle Ereignisse zu übertragen. Dies ist meiner Meinung nach ziemlich nach hinten gegangen. Das Theater war teilweise sehr absurd und komisch. Zudem konnte man nur noch erahnen,wo man sich im Vergleich mit dem Buch befindet. Insgesamt muss ich sagen, dass es, durch die teilweise bizarre Darstellung, ein lustiger Abend im Theater war ,aber das Verständnis des Buches durch das Theater leider nur erschwert wurde.

  8. Braveen Paskaran schreibt:

    Das Theaterstück ´Kabale und Liebe` in Köln hat inhaltlich nicht ganz meinen Geschmack getroffen, da es für mich zu modern überarbeitet wurde. Unerhaltsam war es auf jeden Fall. Grundsätzlich war es keine schlechte Idee ein altes Werk wie dieses modern zu überarbeiten, da es eher den Geschmack der modernen Gesellschaft trifft. Aber vor dem Hintergrund das es als eine Art Wiederholung für die anstehende Klausur ist, war es nicht so gut, da es wie oben bereits genannt sehr viel Verwirrung stiftete. An erster Stelle jedoch finde ich, dass ein Theater faszinieren und unterhalten muss. Das hat dieses Theater zweifelslos geschafft. Auch die Einbindung aktueller Ereignisse und die Einbindung moderner Jugendidealen war sehr gut.
    Die Besetzung in dem Theater war klasse, da jeder Schauspieler zu seiner Rolle passte. Am überzeugendsten fand ich dabei die Besetzung des Ferdinands und seine Handlungen. Seine Taten haben wie das Original, die innere Zerissenheit, Unruhe und die Eifersucht, die schnell in ihm erwacht, gezeigt. Seine Rolle als Stürmer und Dränger wurde ziemlich deutlich. Das Herumschreien und die plötzlichen Wutausbrüche des Ferdinands waren gelungen und unterstrichen nochmals seinen Charakter. Dabei fand ich die zum Teil neu hinzugefügten Handlungen wie das Einschmieren mit Schlamm und dem Einsatz des Feuerlöschers gut. Es war unterhaltsam und hat dabei trotzdem seine Aufgabe erfüllt, so wie es Schiller in seinem Werk ausdrückte.
    Insgesamt finde ich die Idee der Überarbeitung dieses alten Werkes ziemlich gut. Das Weglassen und Ersetzen mancher Handlungen war auch gelungen. Jedoch haben die Kussszene der Lady Milford und der Luise und der Harlem Shake am Anfang des Theaters zum Beispiel ziemlich verwirrt.
    Wie oben genannt ist für mich am wichtigsten, dass ein Theater unterhaltsam ist und eben jene kleinen Überspitzungen zeichnen ein solches Theater aus. Außerdem muss es für Gesprächsstoff sorgen und den Zuschauer zum Nachdenken anregen, denn erst dann hat das Theater seine Aufgabe erfüllt, da es auch wichtig ist, dass es im Kopf bleibt und dem Zuschauer Interpretationsspielraum bietet. Die DIskussionen am Anschluss des Theaters zeigten mir auch, dass es für alle ziemlich interessant gewesen war und dass alle das Theater aufmerksam verfolgt haben. Bis auf ein paar Ausnahmen, war das Theater top !

  9. Prasath Paskaran schreibt:

    Ich mochte das Theaterstück ´Kabale und Liebe` in Köln nicht so sehr, da es für mich schlicht weg zu modern war. Das Theater beinhaltete zwar die ganze Geschichte, die wichtigen Handlungen und die Charakterzüge der handelnden Figuren, jedoch finde ich nicht, dass das Theater so dargestellt wurde wie es sich Schiller beim Schreiben dieses Werkes gedacht hätte. Das Werk behandelt ernste Themen und lebt von der dramatischen Atmosphäre. Das Theater hingegen, hat das Werk jedoch ein Stück weit ins Lächerliche gezogen. Es war einfach zu modern. Natürlich war es gut, dass man auch aktuelle Geschehnisse mitreingebracht hatte, da es ansonsten einfach nur eine Kopie gewesen wäre und die Zuschauer nicht so mitgerissen hätte. Eine gewisse Überarbeitung war auch meiner Meinung nach erforderlich, da die meisten Zuschauer das Werk bestimmt gelesen hatten und es ansonsten zu langweilig für sie wäre und alles absehbar wäre.
    Die Schauspieler waren aber gut und haben ihre Rolle überzeugend gespielt. So Handlungen wie das EInschmieren mit Schlamm, fand ich nicht so gut, da es für mich einfach keinen Sinn gemacht hat. Auch die Kussszene von Luise und Lady Milford, Harlem Shake oder Milford´s Next Topjungfer waren so DInge, die für mich einfach in dieses alte Werk nicht gepasst haben.
    Auch viele Freunde mit denen ich über das Theater später geredet hatte, fanden es eher lustig als dramatisch.

  10. Braveen Paskaran schreibt:

    Das Theater ´Kabale und Liebe` in Köln, war meiner Meinung nach ein gelungenes Theaterstück. Inhaltlich war es nicht ganz mein Geschmack, aber es war zweifelslos unterhaltsam. Die Idee ein solches altes Werk modern zu überarbeiten, finde ich generell gut, da ein Theater immer zeitgenössisch für mich sein muss, weil man die zeitliche Atmosphäre von früher, heute nicht fühlen kann. Vor dem Hintergrund, dass das Theater als eine Wiederholung für eine anstehende Klausur ist, fand ich es nicht so gut, da es sehr viel Verwirrung stiftete. Beispielsweise die Kussszene der Lady Milford und der Luise, der Harlem Shake am Anfang des Stückes oder der sehr moderne Intrigenbrief, fand ich einfach zu verwirrend und bisschen fehl am Platz.
    Das EInbinden aktueller Ereignisse und das Einbinden moderner Jugendidealen fand ich auch gut, da es die moderenere Gesellschaft eher anspricht und das Stück auch aktualisiert, Außerdem zeigt es Verknüpfungen zwischen dem Stück und den Ereignissen und zeigt vielleicht auch das immer wiederkehrende Ereignisse sind. Beispiel dafür ist die Sklavenarbeit, welches sowohl in der moderen Geschichte als auch in der berühmten Kammerdienerszene thematisiert wird.
    Auch die Besetzung der Figuren durch die Schauspieler war gelungen. SIe haben ihre Rolle überzeugend gespielt und die Charaktereigenschaften jeder einzelnen FIgur gut zur Geltung gebracht. Am überzeugendesten fand ich dabei die Besetzung des Ferdinands. Durch das laute Herumschreien oder die plötzlichen Wutausbrüche, wurde Ferdinands Charakter ziemlich gut dagestellt. Auch das Einschmieren mit Schlamm oder die Betätigung des Feuerlöschers fand ich gut, da es dem Zuschauer die Innenwelt des Ferdinands darlegt. Es drückte die innere Zerissenheit, die innere Unruhe und die schnell einkehrende Eifersucht aus. Seine Rolle als Stürmer und Dränger wurde ziemlich deutlich.
    Am wichtigsten für mich ist, das ein Theater unterhaltsam und spannend ist und das war es. Außerdem muss ein Theater einen Zuschauer zum Nachdenken anregen und dem Zuschauer durch seine Darbietung Interpretationsspielraum bieten. Zudem muss ein Theater im nachhinein Diskussionsmaterial liefern, erst dann hat das Theater sein Ziel erreicht, denn es bleibt im KOpf und hat überzeugt. In diesem Theater war es genau der Fall, da im Anschluss des Theaters viele Fragen und Meinungen gab. Das Theater hat es geschafft, ein altes Werk so neu und modern zu überarbeiten, dass es spanned und unterhaltsam war, aber dabei dennoch das Thema und die Geschichte des eigentlichen Wekes dem Zuschauer nahezubringen. Zudem noch ein großes Kompliment an das Geschaffene Bühnenbild. Man hat es geschafft mit einem schlichten Aufbau, ein gutes Gesamtbild zu schaffen.

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