Am Hang

Bene qui latuit, bene vixit. _ Ovid

Der 7. Roman des Schweizer Schriftstellers Markus Werner mit dem Titel „Am Hang“ wird aus der Ich-Perspektive eines postmodern lebenden Anwalts geschrieben, der im Grunde die Begegnung mit einem anderen Mann schildert.

Der Roman ist genial arrangiert und fesselt den Leser von Beginn an, wird er doch immer wieder in das Thema Liebe, Ehe, Treue, Leben hineingezogen und muss sich gedanklich damit befassen.

Werner gelingen eindeutig kritische Sätze zum Zeitgeist und eine Intertextualität auf diversen Ebenen. So spielt der Roman in der Gegend um Montagnola, wo Hermann Hesse lebte. Hesse ist auch mit folgenden zwei Zeilen aus seinem Gedicht „Stufen“ hintergründig präsent: Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe / Bereit zum Abschied sein und Neugebinne. Aber ebenfalls auf Conrad Ferdinand Meyers Ballade „Die Füße im Feuer“ wird verwiesen.

Ein gedanklich reichhaltiges Buch, geschrieben in einer schönen, anregenden Sprache und getragen von einem feinsinnigen Humor und einem bitteren Ernst.

Im Verborgenen leben… das kann mehrere Bedeutungsebenen haben… im Verborgenen, und trotzdem gut gelebt zu haben… ein Glücklicher, wem dies gelingt.

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